Vom Schwabenländle ins Ruhrgebiet

Schon bevor ich im Juli 2017 meine 2-jährige Ausbildung zum informationstechnischen Assistenten (ITA) vollendet hatte, stellte sich mir die Frage, was ich danach mache. Eine Frage über die ich mir sehr viele Gedanken gemacht habe und bei der ich letztlich zu einem für mich sehr guten Ergebnis gekommen bin. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich weiterhin in der IT-Branche bleiben möchte. Allerdings mit dem Einwand, meine Heimat, Baden-Württemberg, zu verlassen und ins Ruhrgebiet zu ziehen. Nach einiger Recherche und einigen Bewerbungen hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei der R.iT GmbH in Bochum, bei dem mir deutlich wurde, dass ich hier als Azubi nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch gefordert werde. Diese Einstellung hat mir zugesagt, schließlich möchte ich während meiner Ausbildung und danach auch sehr gute Kenntnisse und Fähigkeiten erlangen.

Nachdem ich meinen Ausbildungsvertrag zum Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung unterschrieben hatte und mein Umzug erledigt war, begann für mich eine komplett neue Zeit, privat sowie beruflich. Anfangs durfte ich mit meinem Azubikollegen zwei kleine Programmieraufgaben bearbeiten, die zur Einführung in die Entwicklungssprache C# dienen. Danach durfte jeder schon an Kundenprojekten in kleinen Teilaufgaben mithelfen und somit schon wertvolle Erfahrungen sammeln, was sowohl Verantwortung, als auch das Arbeiten im Unternehmen angeht. Schnell merkte ich, dass ich eine sehr große Umstellung vor mir habe, schließlich bekommt jeder in der Schule sehr viel vorgekaut. Hier ist es nicht so, sehr viel gilt es selbst herauszufinden und zu lernen. Wenn es dann an einer Aufgabe nicht weitergeht habe ich natürlich immer noch die Möglichkeit nachzufragen. Schließlich wird hier genauso viel Wert auf ein offenes Miteinander wie für hohe Qualität der Ergebnisse gelegt. Da ist es auch gar nicht schlimm, wenn ich einen Kollegen frage, ob er mir weiterhelfen kann. Jedoch steht die eigenständige Lösungsfindung stets an erster Stelle.

Von Anfang an gab es kleine Azubiaufgaben, die jeder Azubi bei Tagesbeginn und vor Feierabend zu erledigen hat. Mit solchen Aufgaben übernehme ich schrittweise Verantwortung, die nicht zu unterschätzen ist. Denn wenn es an solchen Aufgaben scheitert, wie soll es dann bei größeren Kundenprojekten werden?

Sehr viel Wert wird auch auf sorgfältige Planung von Aufgaben und Arbeitsabläufen gelegt. „Wie wird das aktuelle Kundenprojekt angegangen?“ Bei solchen Besprechungen bin ich von Beginn an dabei, um einen Einblick in die Arbeitsabläufe und die Kundenprojekte zu bekommen. Schließlich soll ich ja selbst an solchen Projekten mitarbeiten.

Der Unterschied zwischen Berufsschule und dem Betrieb ist für mich deutlich spürbar. So wird in der Schule im ersten Lehrjahr nochmals der Stoff wiederholt, der mir schon aus dem ITA bekannt ist, während ich mich im Betrieb schon an neuen Aufgaben versuche.

Alles in allem habe ich für mich die richtige Entscheidung getroffen ins Ruhrgebiet zu ziehen und hier meine Ausbildung zum Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung zu machen. Hier bei der R.iT fühle ich mich wohl und werde nicht nur als eine Nummer in einem großen Betrieb angesehen. Von daher freue ich mich auf meine weitere Ausbildungszeit und bin gespannt auf das, was kommen wird.

Oliver Kümmerle (Auszubildender zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung)

 

 

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